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Sonne, Palmen, Wüstensand - 4Sports Teamrider Philipp goes Abu Dhabi!

Wie es unserem Teamkollegen Philipp Schober bei der 2012 er Ausgabe des Abu Dhabi Triathlon ergangen ist, könnt ihr hier nachlesen......


15 Tage im Emirat Abu Dhabi, 12 Tage Trainingslager in der Oasenstadt Al Ain und dann 3 Tage in Abu Dhabi City zum Abu Dhabi International Triathlon. Die Betreuung vor Ort übernimmt das Abu Dhabi Triathlonteam rund um Hawaii Sieger Faris Al Sultan. Soweit die Eckdaten meines Trainingslagers 2012.
Nach 6 Stunden Flug und zwei weiteren im Bus war Al Ain als erstes Ziel der Reise erreicht. Es folgten 12 Tage intensives Training in allen drei Disziplinen, natürlich mit dem Schwerpunkt am Rad. 
Doch wie ist das Radeln in einem Land abseits der Trainingslager Hotspots wie den Kanaren, Mallorca oder Zypern? Nun ja, Radfahrer sind in Al Ain in etwa gleich Selten wie Kamele am Welser Stadtplatz. Die Reaktionen der einheimischen Bevölkerung waren trotzdem positiv bis enthusiastisch. Wir waren ein beliebtes Fotomotiv und auch Anfeuerungsrufe aus vorbeifahrenden Autos waren keine Seltenheit. Einige Male stoppte uns auch die Polizei, hauptsächlich aus Sorge um unsere Sicherheit. Einmal gipfelte eine solche Begegnung in einer exklusiven Polizeieskorte quer durch Al Ain. Ein Fahrzeug mit Blaulicht voraus ein anderes am Ende der Gruppe- so fühlt man sich sicher. Kurz gesagt, so gut wie alle Begegnungen mit Einheimischen (auch mit der Polizei) waren durch ausgesprochene Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet.
Die Radstrecken selbst waren, bis auf einen Berg (Jabel Hafeet ca. 750Hm) überwiegend flach bis wellig und führten quer durch das steppen- bis wüstenartige Terrain rund um Al Ain. Einmal unternahmen wir einen landschaftlich sehr reizvollen Ausflug in den Oman (Al Ain liegt direkt an der Grenze) hier war das Landschaftsbild vollkommen anders. Zahlreiche Berge und eine Savannenlandschaft die eher an Afrika als an den mittleren Osten erinnert bildeten die Kulisse für eine herrliche Ausfahrt.
Vor und nach den Anstrengenden Trainingseinheiten wurden wir im Danat Al Ain Resort bestens versorgt und betreut. Das Hotel ließ keine Wünsche offen, super Essen, geräumige Zimmer, 33 Meter Sportbecken, Fitnessstudio, Sauna, Dampfbad und vieles mehr machten den Aufenthalt äußerst angenehm.
Nach 12 trainingsreichen Tagen ging es dann in die Hauptstadt der vereinigten Arabischen Emirate. Abu Dhabi erschlägt einen förmlich mit seinen extravaganten Bauwerken und Wahrzeichen, ein sparsamer Gebrauch von Superlativen ist hier nicht möglich. Wir residierten im ältesten Hotel der Stadt, dem Hilton. Ein 10- stöckiges Gebäude welches angesichts der umliegenden Hochhäuser winzig erscheint. 
Der Hauptgrund für meine Teilnahme an diesem Rennen war eigentlich die Kulisse der Stadt bzw. die Radstrecke welche über den Jas Marina F1 Kurs führte. Nach 12 Tagen Trainingslager sah ich diesen Wettkampf ursprünglich als etwas härteres Abschlusstraining an, ohne Ambitionen auf gute Zeiten und Platzierungen. Selbstredend blieben auf Grund dieser Überlegungen Aerohelm und Wettkampflaufräder zuhause. Am Tag vor dem Rennen unternahmen wir noch eine kurze Radausfahrt um die Beine nach der langen Busfahrt wieder zu lockern, schnell merkte ich, dass die Oberschenkel viel weniger schwer waren als gedacht, die Idee der ambitionslosen Renngestaltung am nächsten Tag begann leicht zu bröckeln. 
Am Samstag war es dann so weit, Tagwache um 4:30, das Hilton Abu Dhabi versorgte uns mit einem Race Day Frühstück welches keine Wünsche offen ließ. 
Der Abu Dhabi International Triathlon wurde über drei Distanzen ausgetragen: Sprint (750m/40k/5k), Short(1,5k/100k/10k) und Long (3k/200k/20k), da ich über die Short Distanz startete blieb mir ausreichend Zeit um den Start der Profis anzusehen und die abartige Schwimmleistung der 30 weltweit besten Athleten zu bestaunen.
Um 8:40 war es dann mit 30minütiger Verspätung auch für meine Startgruppe soweit. 1,5 Kilometer schwimmen vor einer unglaublichen Kulisse. Geschwommen wurde ein Dreieckskurs mit je 500 Meter Teilstrecken. Ich ließ es die ersten 500 Meter bewusst locker angehen und hielt mich aus dem Gröbsten raus. Die Strategie war einfach, was nützen 30 Sekunden beim Schwimmen wenn noch 100k an Rad folgen, die Kräfte gut einteilen war die Devise. Trotzdem forcierte ich nach dem ersten Drittel der Strecke das Tempo und konnte ohne größere Probleme zur Führungsgruppe meiner Startgruppe aufschließen. Überrascht stellte ich fest, dass ich mit den ersten 10 Athleten meiner Startwelle und mit um 40 Sekunden verbesserter persönlicher Bestzeit aus dem Wasser stieg. Nach einem eher gemächlichen Wechsel in T1 ging es aufs Rad. Trotz der Schwimmleistung glaubte ich noch nicht an ein gutes Gesamtresultat. Dies änderte sich jedoch nach den ersten 30 Kilometern am Rad. Ich konnte das Tempo hoch halten und überholte laufend Athleten aus früher gestarteten Gruppen ohne selbst ein einziges Mal überholt zu werden. Auf dem Weg nach Jas Island hatten wir über weite Strecken Rückenwind, trotzdem sah ich die Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 42km/h als Indikator für das berühmte „heute geht was“. Nach einer atemberaubenden Runde am Formel 1 Kurs ging es, bei stärker werdendem Gegenwind, zurück nach Cornich Beach. Die Beine brannten und der Gegenwind tat sein Übriges um den Schnitt zu senken. Nach kurzer Überlegung beschloss ich eine einfache Strategie für das weitere Rennen: Ich halte das Tempo hoch und sehe wie weit ich beim Laufen komme bevor ich explodiere, vielleicht geht’s ja auf“. Zurück am Cornich ging es nochmal raus Richtung Jas Island, jedoch nur bis zu einem Wendepunkt nach ca. 13 Kilometern. Ohne ein einziges Mal überholt zu werden erhöhte ich nochmals das Tempo in dieser letzten Runde und konnte mein Bike nach etwas mehr als 2 Stunden und 37 Minuten und 100Kilometern in der Wechselzone abstellen. Mit dem Wissen, dass ich auf den letzten Rad Kilometern zu schnell gefahren war und zu wenig gegessen hatte ging es in die Laufschuhe und ab auf die 10 Kilometer lange Wendepunktstrecke. Trotz der wunderschönen Kulisse kann ich mich auf der Laufstrecke nur an sehr wenige Einzelheiten erinnern, die 10k waren vor allem durch schmerzende Oberschenkel und beinahe krampfende Waden gekennzeichnet. Nach dem Versuch eines Schlusssprints auf dem letzten Kilometer erreichte ich mit einer Gesamtzeit von 3:50:04 die Ziellinie. Nicht nur die Zielzeit war mit Abstand besser als erwartet, auch die Platzierung war für mich nur schwer zu glauben: 23. in der Männer Gesamtwertung und 5. in der Altersklasse, und das bei fast 700 Startern. Unnötig zu erwähnen, dass ein leichtes Grinsen bis zum Heimflug nicht mehr aus meinem Gesicht wich. Schade war nur, dass mir auf Grund des engen Zeitplans und der Abreise am Morgen nach dem Rennen keine Zeit zur Besichtigung der Zahlreichen Sehenswürdigkeiten blieb, vielleicht beim nächsten Mal