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Ironman 70.3 St. Pölten mit starker 4 Sports Präsenz!

Am Start stand heuer sieben 4sportler: Thomas Hirschmann, Rene Schemmel, Philipp Schober, Peter Wahl, Karin Rameder, Gerald Franke und Christoph Schwarzlmüller.


Bericht Karin:

Meine erste Halbdistanz: Freude-Schmerzen-Tränen = richtig zufrieden zu
sein!

Mit viel Ehrgeiz, teilweise harten Trainingseinheiten und einigen Entbehrungen hatte ich mich auf einen meiner Saisonhöhepunkte vorbereitet - der Triathlon-Halbdistanz in Sankt Pölten am 30. Mai 2010.

Voll bepackt mit allem was man für so einen Bewerb braucht machte ich mich bereits am Freitag auf den Weg in die niederösterreichische Landeshauptstadt.
Nach 2 Nächten im "Hotel zum schwarzen Löwen" (mein Auto) war für mich der große Tag gekommen. Um 5 Uhr schälte ich mich aus dem Schlafsack. Vor lauter
Anspannung wollte das Frühstück nicht so richtig schmecken. Trotzdem tankte ich
genug Kraft für den bevorstehenden Sporttag.

Um kurz vor 7 Uhr war ich in der Startzone. Ich zwängte mich in den Neoprenanzug und ab gings ins Wasser zum Warmschwimmen. Um 7.15 Uhr fiel dann der Startschuss für uns Mädels. Ich hatte eine optimale Startposition erwischt und kam sofort gut ins Schwimmen. Der Landgang, von dem ich schon ein bisschen Respekt hatte, war dann kein Problem. Im zweiten See gings dann genau so gut vorwärts
wie im ersten. Als ich aus dem Wasser stieg, den Neo auszog und das erste mal
einen Blick auf meine Uhr wagte, war meine Freude sehr groß - 37 Minuten Schwimmzeit waren für mich als relativ schlechte Schwimmerin eine super Zeit.

Voll motiviert schnappte ich mir den Sack mit den Radutensilien. So schnell es ging wechselte ich vom Schwimm- auf Radoutfit. Noch Helm und Brille auf, Schuhe an
und Sprint zum Bike. Das Radfahren war dann einfach nur geil. Das Flair auf einer autofreien Schnellstraße zu fahren war super. Über Weinberge führte die Strecke weiter zur Donau wo man dann wieder so richtig in die Pedale treten konnte. Der zweite Anstieg war dann nicht ohne, aber ich schaffte es einige Mädels und auch Burschen hinter mir zu lassen, die lange sich mit mir duelliert hatten. Der letzte Berg war dann noch ein bisschen anstrengend. Aber wir waren ja alle hier nicht auf einer Kaffeefahrt und die Wechselzone war nach 90 Kilometern am Rad mit 33 Km/h Schnitt wieder relativ schnell erreicht.

Gar zu schnell wurde es mir dann kurz vor der blauen Linie in der Wechselzone. Irgendwie bremste ich zu stark ab, das Hinterrad stieg auf und ich, wenig elegant,
über den Lenker ab. Wie ein Maikäfer am Rücken lag ich vor hunderten Zuschauern am Asphalt und mein Rad (unbeschädigt) auf mir drauf. Das Absteigen muss ich wohl noch besser üben.
Im linken Knöchel spürte ich sofort einen stechenden Schmerz. Der Ellenbogen war auch etwas in Mitleidenschaft gezogen aber das war zu verkraften. Humpelnd erreichte ich die Wechselzone wo mir ein netter Helfer sofort das Rad abnahm.

Ich zog mir meine Laufschuhe an und der Knöchel schmerzte immer mehr. Aber was solls - es war ja eh nur mehr ein Halbmarathon zu laufen. Haha. Die ersten beiden Kilometer taten noch weh aber dann ging es eigentlich ganz gut bis zu Kilometer 12 . Dort fing das große Sterben an. Mir wurde schwindelig und auch die Beine wollten nicht mehr so richtig. Trotz dieser Probleme war an ein Aufgeben nicht zu denken! Meine Zeiten bisher war einfach zu gut um alles hinzuschmeißen. Mit Cola, Wasser und Gels rettete ich mich über die Distanz. Ab Kilometer 20 wurde der Bewerb zum Achterbahn der Gefühle. Als ich ins Stadion einbog wo eine gigantische Stimmung herrschte, flog ich wahrlich in Richtung Ziellinie.

Geschafft!!! Endzeit: 5h 13min.!!! 17 Minuten unter meiner vorgenommen Endzeit.

Ich ließ meiner Freude samt Tränen über diesen persönlichen Erfolg vollen Lauf. Als ich mich wieder halbwegs erfangen hatte merkte ich wie der lädierte Knöchel wie ein Luftballon anschwoll. Ein Sanitäter schickte mich zu einem Arzt der mir mit der Diagnose eines möglichen Bänderrisses den Tag -versüßte - 4 bis 6 Wochen kein Sport, na toll!

Nachdem ich alles gepackt und mit Dietmar und Tochter Anja (ein deutscher Freund und Triathlet) noch in einer Konditorei einen Mohr im Hemd verschlungen hatte machte ich mich zu einer genauern Diagnose auf den Weg ins Krankenhaus. Dort wurde zu meinem großen Glück nur eine Bänderzerrung festgestellt. Statt 4 bis 6 nur eine Woche Pause, die ich ausgiebig zur Regeneration nutzen werde, und dann wieder
mit voller Motivation ins Training für den nächsten Triathlon. Sankt Pölten sieht mich auch 2011 wieder!!!

Fazit: Es war ein ganz toller Bewerb mit einem großen Erfolg für mich, den ich ohne einige Personen im Background nicht erreicht hätte. Danke an Rommi Schönfeld der mir die Trainingspläne schreibt und meine hunderten, oft quälenden Fragen erduldet und beantwortet.
Ein weiteres großes Danke an meinen Freund Ferry, der immer mein Gejammere aushalten muss wenns im Training oder Bewerb nicht nach Wunsch läuft. Danke mein Schatz!!
Manfred Dolezal darf ich auch nicht vergessen. Ihm hab ich meine gute Radkondition zu verdanken. Danke für die vielen Trainingseinheiten die wir zusammen gefahren sind und hoffentlich noch fahren werden!


Bericht Gerry:

Am Renntag waren annehmbare äußere Bedingungen. Keine Sonne, Temperaturen um die 18°, zeitweise ein wenig Regen und stellenweise lebhafter Wind.
Die Schwimmstrecke führte durch zwei verschiedene Seen (Ratzersdorfer- und Viehofner See) mit einem längeren Landgang über eine Holzbrücke dazwischen. Die Temperatur der Seen lag so um die 17-18° und war gut auszuhalten.
Durch das riesengroße Teilnehmerfeld von ca. 2.300 Einzelstartern und 90 Staffeln wurde in 8 Wellen gestartet. Punkt 7:00 früh sprangen als erste die Profis in die kühlen Fluten, danach in 10 bzw. 15 Minuten Abständen alle Age Grouper.
Die M45, wo ich startete, war die allerletzten Startwelle und ich konnte erst um 8:25 in den Bewerb gehen.
Leider kam ich von Anfang an so gar nicht recht ins Schwimmen, was sich auch in einer erbärmlich schlechten Schwimmzeit niederschlug.
Die Wechselzone 1 war durch die vielen Teilnehmer natürlich auch sehr ausgedehnt, und wir mussten ziemlich weit laufen, bis wir aufs Rad steigen konnten.
Auch der erste Wechsel gelang mir nicht wirklich gut, und ich ließ wieder wertvolle Zeit umsonst liegen. Jetzt war es aber höchste Zeit endlich einmal etwas Dampf zu machen.
Nach ein paar Kilometern durch Ratzersdorf ging es ab auf die gesperrte S33. Mit etwas Rückenwind konnte ich gut Fahrt aufnehmen und war ständig am überholen.
Bei ca. 25km kam dann der erste Hügel nach Krustetten hinauf, kurz aber knackig. Leider fiel mir bei der Einfahrt in die Steigung beim zurück Schalten die Kette vom Kettenblatt und ich musste absteigen um sie wieder aufzulegen.
Dann weiter Richtung Mautern und entlang der Donau bis Aggsbach. Auf diesem Teilstück wurde die Angelegenheit etwas erfrischend. Es begann zu regnen und Wind kam auf.
Nach ca. 65km dann der zweite Anstieg hinauf nach Gansbach. Etwa 8km lang und immer steiler werdend. Jetzt wurde mir wenigstens wieder wärmer.
Nach diesem Anstieg ging es dann noch wellig zurück nach St. Pölten.
Der zweite Wechsel gelang mir besser und ich konnte schnell auf die Laufstrecke hinaus laufen. Zuerst durch die gut besetzte Event Arena (war insgesamt 5 mal zu durchlaufen), eine Runde am Sportplatz, wieder durch die Event Arena und dann nach St. Pölten ins Regierungsviertel, dort um ziemlich viele Ecken und zurück zur Event Arena. Diese Runde mussten wir zweimal durchlaufen.
Da das Laufen meine stärkere Disziplin ist, konnte ich hier noch einmal viele, viele Starter überholen. Aufgrund des dichten Verkehrs auf der Laufstrecke, war es nicht immer leicht sich einen Weg durch die Menge zu bahnen. Ich war dann aber doch ziemlich froh, als ich endlich ins Ziel einlaufen konnte. Nach der sehr schlechten Schwimmzeit überraschte mich, doch noch eine relativ gute Zeit ins Ziel gebracht zu haben.
Fazit: Mit der Endzeit ganz zufrieden, das Schwimmen zu vergessen und der Kettenabwurf hätte auch nicht sein müssen, Rad Split ansonsten ok, die Laufzeit besser als erwartet.
Die Organisation war ziemlich perfekt, für ein derart riesengroßes Starterfeld lief so ziemlich alles wie am Schnürchen, großes Lob.


Statistik:
Name: Endzeit - Gesamt Rang / Klassen Rang

Gerald Franke: 4:46:24 - 359 / 26
Peter Wahl: 5:00:23 - 656 / 12
Karin Rameder: 5:13:24 - 997 / 12
Philipp Schober: 5:16:30 - 1077 / 131
Thomas Hirschmann: 5:21:31 - 1203 / 272
Christoph Schwarzlmüller: 5:43:24 - 1642 / 61
Rene Schemmel musste nach Sturz mit Rad aufgeben