x

NEWS

 

 

  •  

    4 sports gmbh

Salzburger Straße 72

4600 Wels

 

Hotline 07242 77703

 

office@4sports.at

 

 

Das Salzkammergut-Inferno 2009 - Land unter - in Goisern!

Das Salzkammergut-Inferno 2009 - Ein persönlich gefärbter Bericht der Höllenhunde Heimo und Anderl


Vorab die wirklichen und wichtigen Fakten:

1. Die 200er und 110er Strecke wurden wegen 10cm Neuschnee auf der Rossalm abgebrochen, aber gewertet.
2. Marion Leitner gewinnt in ihrer Altersklasse auf der 54km die Trophy!

Wir wollten es ja vorher nicht glauben. Was? Naja, dass die Wettervorhersage ausgerechnet für den Renntag einen Temperatursturz von 20 Grad mit Starkregen, Schneefall bis ins Mittelgebirge und Hagel vorhersagte. Wenn wir uns ehrlich sind, hat die Wettervorhersage eh wieder nicht gestimmt, es hat nämlich gar nicht gehagelt!

Wir (die Marion, der Heimo und das Anderl) haben uns bis 5 Minuten vor dem Start- wir haben uns für die Small Distanz von 54km angemeldet in unserem Hotel aufgewärmt.Marion startete aus dem 1.Block, Heimo und ich entschieden uns für den zweiten. Dafür standen wir beim Start in der ersten Reihe! Für mich zu diesem Zeitpunkt der Höhepunkt des Rennens, ich wusste ja nicht, was noch auf uns zukam! Heimo und ich vereinbarten, gemeinsam den ersten Teil zu fahren, anschließend jeder auf eigene Rechnung. Zu diesem Zeitpunkt (eigentlich alle Zeitpunkte zuvor und bis ca. 15min nach dem das Rennen) schüttete es wie aus Kübeln. Nach ca. 2min war es uns (zumindest Heimo und mir) ziemlich wurscht, und zwar aus zwei Gründen: Erstens, weil wir sowieso nichts dagegen tun konnten, zweitens, weil wir vor 3 Wochen eine Alpenüberquerung gefahren sind, bei der uns ein Wolke höchst zuverlässig verfolgt hat uns mindestens zweimal pro Tag gewaschen hat (jetzt fällt mir auf: war es gar dieselbe Wolke?) und drittens, weil wir richtig angezogen waren. Das sind zwar eigentlich drei Gründe und nicht zwei, aber das macht nix. Apropos richtig angezogen: Ihr könnt euch nicht vorstellen, was wir alles an Bekleidung gesehen haben, passts auf: zwei Ö3-Regenumhänge, mehrere Duschhauben mit unterschiedlichsten Motiven, und das Highlight einen Teilnehmer, der sich eine Frischhaltefolie um die Knie gewickelt hatte! Mein ganz persönlicher Kommentar zu diesem Fall: Ich verstehe das nicht, der Mann hätte das schon viele Jahre früher machen müssen, der hat schon vor dem Rennen alt ausgeschaut!

Wo sind wir stehengeblieben? Ich meine das jetzt natürlich bildlich, weil wirklich stehengeblieben sind wir SICHER nicht! Ja, beim Regen, jetzt fällts mir wieder ein. Am Ende des Berges war ich ein Stück vor dem Heimo, da hatten wir schon den einen oder anderen kurzen Nasse-Wurzel-Schlamm-Trail hinter uns. Das war aber nicht die große Herausforderung dabei: Das Problem waren die vielen Touristen, die ihre Bikes kreuz und quer über die Trails runterschoben. Naja, da ist mir als alter Schifahrer schon ein bisschen wieder die Kippstangentechnik eingefallen- wenn ihr versteht was ich meine! Anschließend gings über die Sandling Piste im Loserschigebiet durch einen Wildbach, der komischerweise am Dienstag vorher bei der Streckenbesichtigung noch nicht da war durch kniehohes Wasser. OK, ehrlicherweise geben wir zu, dass wir da das Bike auch ein bisserl geschoben haben! Da waren auch zwei Dinge interessant: Erstens haben alle im Ziel nachher gesagt, dass das Wasser des Baches gar nicht kalt war, und zweitens habe ich dort den Sinzinger Erich getroffen, den ich vor vielen Jahren schon einmal witzig getroffen habe: Ich als Gast eines Ratraks bergauf, er als Ratrak-Fahrer. Und das in Saalbach, das muss man sich einmal vorstellen.

Also, zurück zum Thema, wer sich noch erinnern kann: Ich fahre also bergab, Heimo außer Sichtweite hinter mir (habe ich zumindest geglaubt). Beim Cruise entlang des Rettenbaches bergab, da musste man sich schon ein bisserl konzentrieren, das könnt ihr euch vorstellen, höre ich plötzlich hinter mir eine sehr freundliche (zumindest für seine Verhältnisse) Begrüßung. Ihr werdets nie erraten, wer das war, na? Der Heimo! Was haben wir gelacht und uns gefreut, wir haben sogar schon über das erste Bier nach dem Rennen gesprochen! Weiter gings bis zur nächsten Labestelle, wo wir im O-Ton verkündeten: So ein geiles Rennen sind wir in den letzten 40 Jahre nicht gefahren!Antwort eines anderen Teilnehmers, der offensichtlich etwas kalte Finger hatte, mit deutlich erkennbarem Wiener Einschlag:Na, das glaub ich jetzt aber niiicht!Heimo und ich lachten und fuhren voll Freude weiter durch die nächste 30cm tiefe Lacke (oder wars doch ein kleiner See?). Als dann der zweite Berg kam, trafen wir zwei weitere 4Sportler-Helden, mit denen wir uns bei Beginn des zweiten Anstiegs Richtung Hütteneck unterhalten konnten. Anschließend verabschiedete ich mich ordnungsgemäß von Heimo Leitner, um kurze Zeit später auf Marion Leitner zu treffen. Ich fand das war wirklich lustig, Marion aber nicht, weil ihr war kalt. Wir fuhren dann ein kurzes Stück gemeinsam, bevor ich mich gegen Marion und für eine Tschechin entschied, mit der ich dann weiterfuhr.


Und jetzt kam für mich eigentlich die größte Enttäuschung: Als ich am Hütteneck-Gletscher ankam, waren alle weg: Die Tschechin und alle Zuschauer, bis auf einen, den ich aber sehr freundlich grüßte. Früher als wir noch jung waren, haben uns alle immer so fest angefeuert am Hütteneck. Vielleicht hat es daran gelegen, dass es doch der 18.Juli war und es trotzdem geschneit hat. Dann gings wieder runter und der Trail nach der kurzen Schotterabfahrt war wirklich ein bisserl unfahrbar, das muss man schon zugeben! Dafür war die Strecke vor und nach der ewigen Wand (warum heißt die eigentlich so?) kultig, überhaupt im Wald, wo es finster war und ein paar Burschen ein Lagerfeuer angezündet haben. Leider waren gerade keine Knacker fertig und ich musste weiterfahren. Trotzdem habe ich alle Burschen wieder freundlich gegrüßt.


Endlich unten in Lauffen angekommen, hätte ich noch die Möglichkeit gehabt, an einem Standl frische Marillen zu kaufen. Da ich aber erstens nicht glaubte, dass die Marillen wirklich regional waren und ich auch keine Möglichkeit hatte, die Marillen einzuschieben, bin ich weitergefahren, nachdem ich die Standlerin freundlich gegrüßt habe. Na gut, man kann jetzt schon sagen, ein Plastiksackerl kann man immer nehmen, auch beim Radlfahren. Dann hats nicht mehr lang gedauert, dann war ich im Ziel. Was mir dabei aber noch aufgefallen ist: Na könnt ihr es erraten? Genau, es gab nach 50km im Gatsch noch immer Leute, die klitzekleinen Lacken ausgewichen sind! Das glaubt man doch nicht, oder?

Im Ziel hab ich dann auf die Familie Leitner gewartet, die auch wirklich als Familie, das heißt gemeinsam, ins Ziel gekommen ist. Die Frechheit dabei war, und das muss man jetzt schon einmal laut sagen, der Heimo ist echt lange bei der Marion im Windschatten gefahren!


Anschließend haben wir alle ein Schnitzel gegessen, weil der Zoli und die Astrid vom anderen Verein sind auch die 54km gefahren und meine vereinslose Frau, die Sabine, die 38km. Alle sind wir dann glücklich gewesen, haben uns mit der Marion und mit uns selbst bei der Siegerehrung gefreut. Was nach 20 Uhr war, müsst ihr die Marion oder den Heimo fragen, da bin ich nämlich ins Bett gegangen, aber nicht weil ich so müde war.

Hier noch mal die Fakten aller 4Sportlser zusammegefasst:

54km

AK1M 92. Leitner Andreas, 3: 47h

AK2W 1. Leitner Marion , 3: 26h

AK2M 66. Lehner Markus, 3:31h

AK2M 86. Schimpl Christoph, 3:38h

AK3M: 14. Dolezal Manfred 3:05h

AK3M 19. Steiner Anderl 3:14h

AK3M 27. Leitner Heimo, 3:21h

110km

AK1W 13.Brandstätter Marion

AK2M 78 Ortbauer Manfred

AK2M 112. Sageder Walter

208km

AK2M 110.Bernhard Karl

Schöne Grüße

Andreas Steiner